Dieses Hotel schwimmt mit den Gezeiten

Das Hotel auf dem Wasser dreht sich innerhalb von 24 Stunden um die eigene Achse. © Hayri Atak Architectural Design Studio/www. hayriatak.com Das Hotel auf dem Wasser dreht sich innerhalb von 24 Stunden um die eigene Achse. © Hayri Atak Architectural Design Studio/www. hayriatak.com

Minimalster Energieverbrauch und „Zero waste" – das sind u.a. die Prinzipien dieses beeindruckenden Eco-Floating-Hotels, das im Wüstenstaat Qatar gebaut werden soll. Es soll der Umwelt so wenig Schaden wie möglich zufügen, fossile Brennstoffe meiden und dagegen auf Dinge wie...

Sonnenenergie, Regenwassernutzung sowie Wind- und Wasserenergie setzen.

Der Clou: Das Hotel generiert elektrische Energie, indem es sich mit den Gezeiten bewegt bzw. innerhalb von 24 Stunden um sich selbst dreht. Das sorgt nicht nur für Strom, sondern gibt den Gästen zudem die Möglichkeit, zu jeder Tageszeit von ihrem Zimmer (oder anderen Räumen des Hotels) aus, die Perspektive wechseln zu können. Das wirbelförmige Dach sammelt Regenwasser. Dieses sogenannte Grauwasser soll u.a. für die Bewässerung der Grünflächen genutzt werden. Wasser aus dem Meer soll so aufbereitet werden, dass man es für u.a. die Duschen, in der Küche sowie der Waschküche nutzen kann, das Abwasser soll noch auf der Hotelplattform so weiterverarbeitet werden, dass es der Umwelt keinen Schaden zufügt.

Insgesamt 35.000 m² groß soll die Anlage werden und 152 Zimmer bereitstellen. Jedes Zimmer soll über einen eigenen Balkon verfügen. Zudem wird es laut Plan eine 700 m2 große Lobby, Indoor- sowie Outdoor-Pools, Saunen, Spa-Bereiche, Fitnessstudios, Minigolf und viele weitere Aktivitäten geben. Die Fertigstellung des Baus ist für das Jahr 2025 geplant.

Entworfen wurde der Bau vom türkischen Architektenbüro „Hayri Atak Architectural Design Studio" (HAADS). 

Hayri Atak ist Architekt, Designer und Ausbilder (er gibt Kurse an Universitäten) und arbeitet in den Bereichen Umwelt, Stadt, Gebäude und Industriedesign. Er studierte u.a. Innenarchitektur an der Technischen Universität Istanbul sowie Architektur an der Universität Auburn und machte seinen Master in „Fassadendesign und Technologie". Anschließend folgte noch eine Ausbildung in „Hoteldesign in der Innenarchitektur" an der Nuova Accademia di Belle Arti (NABA). Seine Arbeiten wurde im Laufe seiner Karriere bei zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Er greift Konzepte wie Futurismus und Informatik in der Architektur auf und zeichnet sich durch modulare und organisch geformte Arbeiten aus. HAADS setzt die Ansätze seines Gründers in verschiedensten Projekten fort.

Und wie kommt man ins Hotel?

Laut Haads entweder über den schwimmenden 140-Grad-Pier bzw. Steg, per Boot oder Helikopter.

Weitere Bilder zum Hotel und dem Projekt finden Sie auf der Seite des Architekturbüros.